ERASMUS Plus - Lernmobilität "Integration durch Akzeptanz und Kreativität"

Projektlaufzeit: 1.9.2016 -31.8.2017

 

Die Ideen zum Projekt resultierten aus den aktuellen Bedürfnissen der TrainerInnen in Brandenburg, die schwerpunktmäßig mit Einheimischen im Rahmen verschiedener Bildungsseminare sowie Geflüchteten und MigrantInnen im Rahmen von Sprach-, Integrations- und Orientierungskursen arbeiten. Auf der Basis der Erfahrungen der BildungreferentInnen und der aktuellen Situation in Brandenburg haben wir das vorliegende Projekt entwickelt. Es gilt die bisherigen Bildungsveranstaltungen zur Sensibilisierung Einheimischer und zur gesellschaftlichen Integration zugezogner Menschen durch geeignete und zielgruppenspezifische Fortbildungen des Bildungspersonals zu qualifizieren und auszubauen. Ziel ist es die Kompetenzen des Bildungspersonals hinsichtlich attraktiver und geeigneter Lernmethoden und neuer Inhalte für die Arbeit mit den Zielgruppen zu qualifizieren und zu erweitern. Die konkreten Projektaktivitäten umfassten 3 Workshops:

 

Workshop "Antimuslimischem Rassimus begegnen" mit AC Amics in Valencia / Spanien.
Der Workshop soll antimuslimisch-rassistischen Tendenzen längerfristig entgegenwirken, indem konstruktive pädagogische Mechanismen zur Bekämpfung von antimuslimischem Rassismus vermittelt werden. Ziele des Trainingsprogramms sind die Vermittlung ganz konkreter Methoden zur Schärfung des Bewusstseins für Muslime, ihre Kultur und Islam als Religion; Strategien zur Anerkennung des Beitrag von Muslime zur europäischen Gesellschaft; Informationen zu zeitgenössischen und historischen Erscheinungsformen der Islamophobie und des Rassismus gegen Muslime; Entwicklung von persönlichen Fähigkeiten und institutionellen Strategien zur Bewältigung der Vorurteile und Diskriminierung gegen Muslime.

Die Ergebnisse des Workshops geben den TeilnerhmerInnen aus der Bildungsarbeit mit BrandenburgerInnen und Geflüchteten und aus öffentlichen Einrichtungen, Strategien und Werkzeuge an die Hand, um angesichts der zunehmenden kritischen Entwicklungen, antimuslimisch-rassistischen Tendenzen entgegenwirken zu können, eigene Einstellungen zu hinterfragen und Akzeptanz zu fördern.

 

Workshop "Künstlerische Methoden in der Basisbildung" mit UniT in Graz / Österreich.
Im Workshop stellt das KUNSTLABOR Graz integrative und kreative Methoden aus der erfolgreichen Bildungsarbeit mit Geflüchteten und MigrantInnen in den Bereichen Basisbildung und Alphabetisierung vor. Das Workshopangebot schult ErwachsenenbildnerInnen der Basisbildung und der Integrations- und Sprachbildungsarbeit im Umgang mit kreativen und künstlerischen Methoden und Zugängen und fördert die Fähigkeit zur Auseinandersetzung mit und das Eingehen auf die individuellen Bedürfnisse der Lernenden wie Flüchtlinge und MigrantInnen, die kaum Zugang zu Basisbildungskursen für Einheimische haben und aufgrund von Sprachbarrieren und anderen Bildungshintergründen unterschiedliche Bedürfnisse haben. Im Workshop wird deutlich, wie mit Mehrsprachigkeit und Heterogenität umgegangen werden kann und wie Lernumgebungen geschaffen werden, die sich an den Lebenswelten der Zielgruppe orientieren. Vermittelt werden kreative Strategien, um mit speziellen Lernsituationen, Blockaden, Widerständen und besonderen Bedürfnissen umzugehen.


Workshop "Spielerisch Sprache und Kultur vermitteln" mit Educational Innovation in Pella / Griechenland.

Die Vermittlung von Deutsch als Fremdsprache, kulturellen und gesellschaftlichen Aspekten ist eine anspruchsvolle Aufgabe. Sie gelingt besonders nachhaltig, wenn sie abwechslungsreich und interessant gestaltet wird. Dieser Workshop zielt darauf ab, Sprach- und IntegrationstrainerInnen spielerische Methoden zu vermitteln, um diese in ihren Unterricht einzubinden. Somit sollen Sprach- und kulturelle Barrieren zwischen TrainerIn und Lernenden spielerisch überwunden werden, um das Lernen attraktiver, niedrigschwelliger und zwangloser zu gestalten. Die TeilnehmerInnen lernen anhand der praktischen Anwendung zahlreicher Beispiele wie Tabuspiel, Digitalen Spielen, Brett- und Kartenspielen, Rollenspielen wie sie mit vorhandenen Ressourcen, eine Fremdsprache und kulturellen Besonderheiten spielerisch vermitteln und individuelle Lernprozesse anstoßen können.


Bei den Fortbildungen stehen nicht nur die Vermittlung neuer geeigneter Methoden, unkonventioneller Bildungsmaßnahmen und innovativer Herangehensweisen im Fokus, sondern ebenfalls der interkulturelle Erfahrungsaustausch zu Strukturen der außerschulischen Erwachsenenbildung unter Kolleg_Innen der politisch-kulturellen Bildung sowie der Austausch mit Lernenden der Partnerorganisationen.

Klares Ziel ist es die gewonnenen Erfahrungen und neuen Kenntnisse dann vor Ort mit den entsprechenden Zielgruppen anzuwenden und zu erproben, um diese im nächsten Schritt nachhaltig in die regelmäßige Bildungsarbeit zu implementieren.