Internationale Fortbildungen

Erasmus+ Fortbildungsreihe 2019: „Neue Zugänge zur Bildung für nachhaltige Entwicklung“

 

Fortbildung 1: "Neue Narrative in der BNE" vom 19.1.-23.1.2019 in Kötschach Mauthen (Österreich)

 

Die Fortbildung begann am Samstag den 19.1.2019 mit einer Begrüßung, der Vorstellung des Programms, einem ersten Kennenlernen und dem Abfragen der Erwartungen der Teilnehmenden. Im Anschluss daran gab es den ersten Methodenworkshop bei dem es um die: „Herausforderungen der Bildung für nachhaltige Entwicklung in der heutigen Zeit“ ging. Hierbei wurden aktuelle Entwicklungen im Bereich der BNE Arbeit vorgestellt, mit einem besonderen Fokus auf neuen narrativen Erzählformen.

 

Am Sonntag ging es um die Bedeutung des Themas nachhaltige Entwicklung für die Vermarktung des Ortes Kötschach Mauthen in Bezug auf Tourismus, Gastronomie sowie Handwerk. Welche Narrativen werden dafür genutzt und wie profitiert der Ort von nachhaltiger Entwicklung. Am Nachmittag wurde den Teilnehmenden der Fortbildung das Energiesystems der Gemeinde erläutert, die europaweit als Mustergemeinde der Erneuerbaren Energien bekannt ist. Der besondere Fokus lag hierbei auch wieder auf den Narrativen die für die Vermarktung genutzt werden.

 

Am Montagmorgen gab es einen Vortrag des Geschäftsführers  des lokalen Energieunternehmens („AAE Naturstromvertrieb“) mit anschließender Diskussion. Thematisch ging es um die Firmengeschichte sowie das Geschäfts- und vor allem das Vermarktungskonzept. Hierbei wurde darüber diskutiert welche Bedeutung  Nachhaltigkeit für die Vermarktung der Energieprodukte spielt und wie dieser Aspekt beworben und vermittelt wird. Am Nachmittag gab es einen Workshop im Museum „1915‐1918. Vom Ortler bis zur Adria“. Hierbei wurde Teilnehmenden vermittelt  welche Methoden der Unterrichtsgestaltung und Visualisierung das Museum verwendet um einen niedrigschwelligen Einstieg für alle Besucher*innen zu ermöglichen.

 

Der Dienstag begann mit einem Methodenworkshop im „Lerngarten der erneuerbaren Energie“.  Dort wurde Fach- und Methodenwissen über Narrativen in der praktischen und theoretischen BNE Arbeit vermittelt und die Teilnehmenden konnten sehr viele niedrigschwellige Ideen für ihre eigene Arbeit mitnehmen. Am Abend gab einen Workshop zum Thema „lokale Wertschöpfungsketten“. Wege und Methoden um aktuell gültige Paradigmen wie Gewinnmaximierung, Wachstum und Konkurrenz durch Werte wie Fairness, Kooperation und Rücksichtnahme auf Natur und Mensch abzulösen. Insbesondere ging es hierbei wieder darum, welche Narrativen genutzt werden können um lokale nachhaltige Produkte und Ideen kreativ zu bewerben bzw. zu vermarkten.

 

Am abschließenden Tag dem Mittwoch wurde das Thema: „Narrativen in der Bildung für nachhaltige Entwicklung“ noch einmal theoretisch erläutert und weitere Möglichkeiten der Wissensvermittlung in Bezug auf Narrativen in der Arbeit im BNE-Bereich erläutert und noch weitere Best-practice Beispiele vorgestellt. Im Anschluss daran wurden die gesammelten Ergebnisse und Eindrücke der vorangegangen Tage zusammengefasst. Ebenso wurde die Fortbildung evaluiert, offene Fragen geklärt und den Teilnehmenden eine umfassenden Material- und Kontaktsammlung überreicht.

 

Die Fortbildung wurde in Zusammenarbeit mit der Kärntner Volkshochschule durchgeführt.

 

Fortbildung 2: "Kreative Methoden in der BNE"

 

Die zweite Fortbildung führte unsere Trainer*innen und Bildner*innen vom 11.-15.3.2019 nach Graz (Österreich). Am ersten Tag wurden die Teilnehmenden begrüßt, der Seminarplan vorgestellt und es gab eine Übung zur Selbstreflexion und dem eigenen Zugang zum Thema BNE. Danach gab es auch schon den ersten Vortrag über „Kreative Methoden in der BNE – ein genereller Überblick“.

 

Am zweiten Tag ging es um die persönlichen Zugänge zu eigenen Bildungsprojekten, Auflockerungsspiele in Bildungsveranstaltungen, Planspiele im Bereich Nachhaltigkeit sowie um sportliche und körperbetonte Zugänge zur BNE. Am Mittwoch wurde es dann wieder ein wenig theoretischer mit dem Thema: „Ethnologische Feldforschung, Sozialraumanalyse und praktische Sozialwissenschaft als Methoden für eine fallspezifische BNE-Bedarfsanalyse“. Der Erkenntnisgewinn aus diesem Bereich wurde dann praktisch umgesetzt und die eigenen Ideen überprüft. Desweiteren ging es um den Bezirk Lend und die dortigen Probleme, Bedarfe aber auch die Sozial- und Raumstruktur. Am Ende des Tages fand noch eine Ideenwerkstatt für mögliche BNE-Bildungsangebote in Lend statt.

 

Am Donnerstagmorgen wurde die ethnologische Feldforschung ausgewertet und es ging darum wie mit der Natur gearbeitet werden kann sowie um das Thema „Draußen“-Bildung. Am Nachmittag stellte der Verein Annenviertel sich und seine Projekte vor. Im Anschluss an die Präsentation gab es eine anregende und spannende Diskussion über verschiedenste Themen.

 

Am letzten Tag der Fortbildung ging es um die Reflexion des Erlebten sowie in einer Ideen-Werkstatt darum, welche vorgestellten Methoden  in die eigene Arbeit integriert werden können. Zum Abschluss gab es Auswertung, Feedback und eine sehr herzliche Verabschiedung von uniT Graz, die diese Fortbildung veranstaltet haben.

 

Fortbildung 3: "Gruppen leiten, führen und moderieren"

 

Die dritte Fortbildung findet erneut in Graz (Österreich) statt und ist auf den 26. - 30.04.2019 datiert. Die Fortbildung greift die Rolle des Gruppenleiters / der Gruppenleiterin auf und gibt einen Einblick in unterschiedliche Nachhaltigkeitsinitiativen in Graz und in der Steiermark. Ziel ist es, mit den Kursteilnehmer*innen zu erarbeiten, unter welchen Rahmenbedingungen es möglich ist, erfolgreiche Initiativen zu gründen und zu etablieren und welche Herausforderungen sich dabei stellen.

 

Hierzu werden verschiedene Projekte besucht, wie die Grätzelinitiative Margerl, die aus einer zivilgesellschaftlichen Protestaktion gegen die Schließung eines städtischen Freibades entstanden ist, das hierdurch zu einem Kulturzentrum umfunktioniert wurde. Es wird auch um das Murkraftwerk in Graz gehen, ein geplantes Wasserkraftwerk, zu dessen Bau es höchst unterschiedliche Meinungen und lokale Konflikte gibt. An einem der Fortbildungstage führt eine Exkursion die Teilnehmenden in die wunderschöne Südsteiermark, in der die südsteirische Weinstraße und der Naturpark Südsteiermark erkundet werden. Dort wird die Frage aufgegriffen, wie aus einer ärmlichen Grenzregion eine prosperierende Tourismusdestination geworden ist.

 

Es werden dabei Aspekte von Kommunikation, Konfliktmanagement und Leadership bearbeitet. Die Fortbildung vermittelt darüber hinaus pädagogisches Fachwissen über Führungsstil, Gruppendynamik, Konfliktlösung, Motivation und deren praktischen Bezug zur Bildungsarbeit.

 

Der thematische Fokus liegt auf Prozessen der kommunalen Entwicklung mit Nachhaltigkeitsbezug. Die Fortbildung eignet sich daher in erster Linie für BNE-Multiplikator*innen, die im kommunalen Rahmen mit Hilfe von (BNE-) Projekten Veränderungen erwirken wollen.

 

Diese Fortbildung wird in Zusammenarbeit mit dem RCE Graz durchgeführt.

Kontakt:

HochVier e.V.

Schulstraße 9 | 14482 Potsdam

Tel.: +49 331 5813255

E-Mail: hochvier1@gmx.de

 

 

Die Fortbildungen werden gefördert durch Gelder der Europäischen Union im Programm ERASMUS+